von Vincent Klink | 13. Dezember 2023 | Kunst
Zum Wienbuch trafen wir erstmals aufeinander und es passiert mir so gut wie nie, dass ich auf jemanden spontan und freundschaftlich zugehe. Innerhalb von fünf Minuten war alles klar, wir befanden uns im Gleichklang. So kam es später zum Venedigbuch.
Fotografen gibt es viele, er aber ist ein wirklicher Künstler, mit einem Blick der in die kleinsten Räume menschlichen Daseins hineinfindet. Seine Kunst ist, dass er trotzdem jenseits allem Voyerismus uns seine und anderer Welt zeigt. Er sieht was ich nicht sehe, durch ihn wird es sichtbar. Immer wieder dokumentiert er sein Schaffen in geschmackvollen Broschüren.
Eine davon widmete sich seinem Vater, kurz vor dessen Tod. Er zerrte nicht seinen alten Herrn vor die Kamera, sondern fand eine besondere Metapher.
Die Geschirrhandtücher des Vaters. Niemals etwas wegwerfen!
Der Vater, alt, weise, in der Wohnung jahrelang verharrend, sinnierend mit ständigem Blick zurück. Alles um ihn herum lag weit hinter ihm. Mit dem Alten wurden auch die Utensilien um ihn alt.
Vater wurde zu Grabe getragen und der Sohn setzte sich in die Wohnung. Er wollte aufräumen, Ordnung schaffen, die Räume in die jetzige Zeit zurückholen. Der Sohn lebte ganz im hier und jetzt, seine Gedanken mieden den Rückwärtsgang sondern sie stürmten voraus.
Es muss eine Entsorgungsfirma beauftragt werden. Das alte Zeug bedrückt mich, es lastet auf mich als drücke über meinem Kopf auch ein Grabstein. Der alte Herr unter der Erde, viel Grabschutt presste den Sarg. Er aber fühlte sich im womöglich freier als er jemals blutdurchpulst erleben durfte.
von Vincent Klink | 1. November 2023 | Kunst
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
Diese Seite dient meinem kleinen Verlag, den ich nach zehn Jahren Pause wieder neu befeuere. Nun im Buchhandel erhältlich:
„Sebastian Franck, Kriegsbüchlein des Friedens.“
Sebastian Franck, *1499 † 1542
der große Humanist und Friedenskämpfer saß zwischen allen Stühlen, wehrte sich gegen das Herrschaftsdenken des Protestantismus und gegen die Macht der katholischen Kirche.
Seine Gedanken gegen den Krieg, 500 Jahre alt, wirken wie heute geschrieben und spenden noch immer Trost.
100 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-927350-90-8 (20 €)
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Sehr aktuell ist auch mein Tagebuch mit Nachrichten Erklärungen, allem was interessant ist und mich bewegt.
Tagebuch 2018 – 2024, mit vielen Rezepten
Mit Herz + Hirn
Von 2018 bis 2024, und ein Blick in die Zukunft. Ich schildere meinen Alltag, meine Empfindungen, politische Einstellung und Lebenshilfen bis hin zu Kochrezepten, die das Überleben sichern.
In den Buchhandlungen seit November 2023. Mit 40 optimal erklärten Rezepten, ungefähr 40 Illustrationen
ISBN: 9783927350892
340 Seiten, Broschur
25,00 Euro
von Vincent Klink | 20. September 2023 | Kunst
Mein Restaurantberuf erlaubt es nicht, dass ich konsequent eine Leidenschaft oder Liebhaberei ständig betreibe. So wechsle ich zwischen Malen, Musik, Bogenschießen, der Schreiberei, Gartenarbeit und auch der Fotografie.
An freien Tage folgt dann oft ein Ausflug, diesmal zu Heuneburg an der Donau. Die Kultur der Kelten, alles schön und recht, aber so weit würde ich kaum fahren, wenn nicht ein gutes Wirtshaus in der Nähe wäre.
https://www.brunnenstube-scheer.de/
von Vincent Klink | 19. August 2023 | Kunst
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So manchen Bock habe ich geschossen, aber kein Tier, oder anders, mich selbst.
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Veitskapelle in Mühlhausen, frech skizziert
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Süßwasserfische, die nicht gezüchtet sind, sind mittlerweile eine Rarität. Jetzt ist Schonzeit im Herbst geht es wieder los.
Farbigkeit ist etwas sehr Schönes, Buntheit finde ich infantil, wenn nicht gar schrecklich. Beides beim Malen zu trennen, ist verdammt schwierig und oft ein schmaler Grat. Insofern habe ich mich immer vor Farben gefürchtet. Mit dem Schreiben meines Buchs über die Schwaben, war eine Geschichte über die Farben- und die Abstraktionsmeisterschaft des Adolf Hölzels geboten. Der Maler, der in Stuttgart arbeitete und lehrte, ist nur wenigen bekannt. An der Entwicklung der abstrakten Malerei war er jedoch deutlich beteiligt. Er war ein ganz Großer und ich habe mich mit ihm lange beschäftigt.
Den Mut zur Farbe bekam ich im letzten halben Jahr obendrein durch das Studium der Kunst von Gabriele Münter und Wassily Kandinskys. Zuerst kam Gabriele Münter, mit Kandinsky machte ich weiter, denn dort wird es ein bisschen schwierig und ich will nicht behaupten, dass ich diese Kunst komplett verstanden hätte.
Nun male ich jeden morgen ohne ein Vorbild zu kopieren. Wie es halt so ist, man muss vieles wegschmeissen, üben und dranbleiben. Für diese Nachhaltigkeit habe ich erst jetzt Zeit, da ich im Restaurant ein bisschen kürzer treten darf, denn die Belegschaft des Restaurants arbeitet wahrscheinlich besser als ich es je hinbekam.
PS: Wenn ich nach München komme, ist das Lenbachaus Pflicht. www.lenbachhaus.de
Veitskapelle Mühlhausen und der Mut zur Farbe:
von Vincent Klink | 4. August 2023 | Kunst
Ohne Worte!