Farbenlehre?

Farbenlehre?

Wer sich darin auskennt hat auf alle Fälle fundamentales Wissen. Goethe hat sich damit beschäftigt und vorwiegend die Gefühlssituation und das Emotionale vorangestellt. Isaac Newton fokussierte auf die physikalischen Zusammenhänge. Johannes Itten, Kunstpädagoge des Bauhauses. Er erfand den Farbkreis und beschäftigte sich fundamental mit Primär und Komplementärfarben und entwickelte unwiderlegbare Gesetzmäßigkeiten. Wilhelm von Bezolds entwickelte winw Farbenlehre der Intervalle und Dreiklänge und bestimmte eine Harmonielehre der Farben in einem zwölfteiligen Farbkreis. Innerhalb diesem theoretischen Gemenges habe ich jahrelang herumgekrebst und konnte manches auch mangels Hirnmasse nicht erfassen.

Dann fing ich an meinen Farbkasten ganz nach Laune und geringfügigen Regeln (Blau und Gelb gibt Grün…) zu erforschen. Ich erinnerte mich auch, dass der Gipfel der Pädagogik die Nachahmung ist. Eltern machen vor, Kindern machen es nach. Dasselbe Prinzip, das ich auch in meiner Küchenausbildung pflege.

Ich kapierte, dass man Bilder in echt angucken muss. Nichts gegen iPad und Monitor, klar, eigentlich könnte es genügen. Besuche ich jedoch eine Galerie werden ganz andere Sinnlichkeiten frei, ich bin dann auch aufmerksamer. Ähnliche Erfahrung macht man auch, wenn man in ein Live-Konzert geht, oder selbst den Unterschied einer CD und Vinyl-Platte spürt.

Die Devise heißt also Augen auf. Für mich ist dafür die wichtigeste Epoche der deutschen Expressionismus. Mein Lieblingsmuseum ist das Lenbachhaus in München. Insbesondere schaue ich mir die Gemälde von Gabriele Münter an. Satte Farbigkeit, extreme Kontraste kann man sehen und trotzdem ist nichts bunt sondern verwandschaftliche Farbigkeit.

Im Norden konnte ich auch etwas Besonderes erleben. Wie das Lenbachhaus gefällt mir auch die Architektur das Noldemuseums in Seebüll, unweit der Nordsee. Emil Nolde ist für mich einer der ganz Großen der Kunst und der Farbe. Gewiss, er war ein übler Nazi, Judenhasser und sein Charakter alles andere als gut. Wenn ich in seinen Bildern versinke, gibt es den Menschen Nolde nicht, es gibt nur seine Kunst.

PS: Unglaublich interessant ist das „A Dictionary of Color Combinations“ Der Japaner Sanzo Wada entwickelte Farbkombinationen zwischen 1933 und 1935. In Buchform kam es 2010 in den Handel. „Die Zeit“ rezensierte es als: „Inspirationsquelle mit einer fesselnden Auswahl an Farbtönen von denen wir nicht einmal wußten, dass sie existierten. Daran kann mehr sher gut sein Auge schulen. Gibt man den Titel bei Google ein, wird man sofort fündig.

Wo steht mir der Kopf?

Wo steht mir der Kopf?

Momentan stürzt Vieles auf mich ein. Zehn Tage im Rhonetal und in der Provence, weg vom Betrieb und meiner täglichen Arbeit, haben mir nun eine Aufholjagd beschert. Allesamt handelt es sich um Schönes und Gutgemeintes. Mein Schwabenbuch ist frisch in den Buchläden und es häufen sich die Lesungen. Insgesamt gesehen habe ich dadurch keine ruhigen fünf Minuten und so müssen meine künstlerischen Vorlieben zurück stehen. Wahrscheinlich ist das alles besser, als wenn mir langeilig wäre und ich mit Chips und Bier vor dem Fernseher hinvegetieren würde.

Der Maler und sein Modell

Der Maler und sein Modell

Es gibt ein berühmtes Buch, „Der Maler und sein Modell“. Ich habe auch meine Modelle, es ist meine kleine Schafherde. Ein Bock und drei Auen, wie man die weiblichen Schafe nennt. Da ich nix Normales mag, mussten es besondere Schafe sein, nämlich Schafe von der Insel Quessant, die vor Frankreich, weit im Atlantik liegt. Die Tiere sind ungefähr kniehoch und meine ganze Freude und Entspannung.

 

 

Der Einblattdruck

Der Einblattdruck war ein Schuss in den Ofen. Für ein Blatt Papier will niemand so viel Geld ausgeben. Irgendwie kann ich das auch verstehen. Ein Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat für diesen Preis ist schließlich auch eine gute Alternative.

ACHTUNG
Wer als Gast in der Wielandshöhe speist, und den Service auf den Einblattdruck anspricht, bekommt ein Exemplar geschenkt.

Eine Rarität

Eine Rarität

So etwas nennt man Einblattdruck Ein DIN A4 Papier wird vorne und hinten von Hand bedruckt und dann gefaltet.

Was die Kunst des Druckens anbetrifft, da hatte ich schon vor 40 Jahren eine Meise. Ich betrieb eine Correx-Schnellpresse mit einer Garamond-Buchstaben-Familie. Mit einem Winkelhaken werden die Bleibuchstaben auf Reihe gebracht. Das Ganze findet im Spiegelbild statt. Ich schaffte es gerade mal zu Visitenkarten. Längerer Fließtext findet heute noch bei Museen-Vorführungen statt. Einige wenige Schriftsetzer-Profis gibt es noch. Einer davon pflegt dieses Kunsthandwerk in Reutlingen. In Berlin kenne ich auch noch einen “Getriebenen”.

Diesen Einblattdruck kann man käuflich erwerben.
25 Euro
Bestellung an Edition Vincent Klink haeuptling@posteo.de
Hypovereinsbank Stuttgart DE546002 02900322645350